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Bevor es hier auch zum Schluß zur 

Sozialdebatte

geht, geht es um die  Kranken- und Pflegeversicherung.

Davor noch  dies:

 

12.12.2005

Jahresrückblick 2005

Traditionell blickt politikerscreen.de zurück auf die Ereignisse und Nachrichten des auslaufenden Jahres - diesmal in Form eines Online-Quizzes mit Fragen zu den Themen aus Politik, Wirtschaft, Kultur , Sport und Medien, die die vergangenen zwölf Monate maßgeblich geprägt haben. Blättern Sie durch das bunt gemischte Frage-Album der Monate Januar bis Dezember.

Testen Sie Ihr Wissen des Jahres 2005!

Ergebnis anzeigen Quiz spielen

 

                            >>> Kranken- und Pflegeversicherung

03.07.2006

GesundheitsCheck - Wie steht es um Ihre Reformkenntnisse?

Die Koalitionspartner von CDU/CSU und SPD haben sich auf Eckpunkte zur Reform des Gesundheitssystems geeinigt. Die komplizierte Materie sorgte monatelang für Verhandlungsstoff. Kopfpauschale oder Bürgerversicherung, Gesundheitsprämie oder -pool, Fondsmodell mit oder ohne Steuerfinanzierung – viele Stellschrauben und Modelle lagen auf dem Tisch. Doch wie steht es derzeit wirklich um das Gesundheitssystem? Haben Sie den Überblick und kennen die Eckzahlen des komplizierten Systems, über das die Politiker streiten?

Testen Sie Ihr Wissen rund um die Strukturreform des Gesundheitssystems!
Ergebnis anzeigen Quiz spielen



LEIDER KEIN SPIEL:Nachrichten       Politik & Zeitgeschehen                                                                                                      Urteile / Aufsätze 

Operation
Gesundheits- reform am 25. Oktober im Kabinett
 
Gesundheitsreform
 

Zielscheibe
Gesundheitsreform
 

Der Reformentwurf wird
heftig attackiert 
 
 
Welche Brocken müssen die Bürger bei der Gesundheitsreform schlucken?
 

Gesundheitskompromiss unter Vorbehalt  

Ein-Prozent-Regel kommt -
Fonds erst 2009 
 
 
  Service (Archiv)
   
Sparen durch Kassenwechsel
Vergleichen kann sich auszahlen
   
Bessere Pflege durch Zusatzversicherung
Private Vorsorge reduziert die eigenen Kosten
   
Teures Insulin
Kassen zahlen keine Analoga mehr
   
Zusätzliche Versicherungen
Vergleichsrechner hilft bei der Auswahl
   
Schmidt schnürt Sparpaket
Gesundheitsministerin will Preise einfrieren
   
Das A-Z der Änderungen
Überblick für gesetzlich Krankenversicherte
  Politische Diskussion (Archiv)
   
Die verschobene Diagnose
Die Gesundheitsreform kommt verspätet
   
Reichlich Konfliktstoff
Streit um die Eckpunkte der Reform
   
Gesundheitsreform kommt später
Wegen Fülle ungeklärter Fragen überraschend auf April 2007 vertagt
   
"Es gibt Beitragserhöhungen"
Franz Müntefering über die Gesundheitsreform
   
Kompromiss unter Beschuss
Kritik von allen Seiten an der Reform
   
Konkurs in der Praxis
Warum immer mehr Ärzte Pleite gehen
   
AOK fordert Überarbeitung
Kassen halten am Widerstand fest
   
Ärzte gegen "Staatsmedizin"
Massive Kritik an Gesundheitsreform
ZUR Schule & Bildung
 
 

Arzneien ohne Zuzahlung

[15.09.2006]

Seit dem 1.7.2006 können Sie bei Medikamenten Geld sparen. Bei bestimmten Präparaten müssen Sie nicht mehr zuzahlen.  Mehr ...

Sparen bei rezeptfreien Medikamenten

[01.09.2006]

Endlich einmal eine gute Nachricht, die den Geldbeutel wirklich entlastet. Das neue Arzneimittelgesetz hat einen Preiskampf unter den Anbietern von Nachahmermedikamenten (Generika) entfacht. Marktführer Hexal, Tochter des schweizerischen Novartis-Konzerns, preschte am 1. Juni mit Preissenkungen von durchschnittlich 22 % für fast die Hälfte des Sortiments vor. Auch die Konkurrenten Ratiopharm und Stada ziehen noch aktuell mit Preissenkungen nach.  Mehr ...

Pflegeversicherung: So vermeiden Sie Pflegestufe 0

[28.08.2006]

Gutachter tun sich bei Demenz-Kranken schwer mit der Einordnung in Pflegestufe I. Aus diesem Grund kommt es immer wieder vor, dass Demenz-Kranke und Alzheimer-Patienten im Frühstadium in die Pflegestufe 0 eingestuft werden. Das bedeutet: Der Pflegeantrag wird abgelehnt, obwohl Alzheimer-Patienten völlig hilflos und auf ständige Unterstützung und Begleitung durch andere Menschen angewiesen sind.  Mehr ...

Volle Krankenkassenbeiträge auf Betriebsrenten rechtens

[12.07.2006]

Wer in den Genuss einer Betriebsrente kommt, muss seit 2004 in den sauren Apfel beißen und den vollen Krankenkassenbeitrag zahlen. Mit der Folge, dass die Attraktivität dieser betrieblichen Altersversorgung erheblich leidet. Das Thema beschäftigt jetzt die Gerichte.  Mehr ...

Keine Praxisgebühr nach Arbeitsunfall

[07.06.2006]

Patienten, die nach einem Arbeitsunfall einen Arzt aufsuchen, sind von der Praxisgebühr befreit. Außerdem müssen sie zu Arznei- und Heilmitteln nicht zuzahlen.  Mehr ...

Krankenkassenleistungen unterliegen nicht dem Progressionsvorbehalt

[31.05.2006]

Ein Mann nahm unbezahlten Urlaub, um wegen der Erkrankung seiner Ehefrau den Haushalt zu führen. Der Verdienstausfall wurde ihm von der Krankenkasse erstattet. Diese Zahlung darf aber nicht zur Erhöhung seines Steuersatzes führen, so entschied ein Gericht.  Mehr ...

Private Renten und Abfindungen sind Einkommen

[17.05.2006]

Das Bundessozialgericht hat entschieden, dass private Renten oder Abfindungen, die in monatlichen Raten gezahlt werden, als Einkommen bei der Prüfung auf beitragsfreie Familienversicherung in der Krankenversicherung anzusehen sind. Lesen Sie, welche Konsequenzen das für Sie haben kann.  Mehr ...

Neu ab 1.04.06: Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz

[12.04.2006]

Ab 1.4.2006 gilt das Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz. Damit soll dem ungebremsten Anstieg der Arzneimittelausgaben entgegengewirkt werden. Das Gesetz sieht umfangreiche Regeln vor, die Ärzte dazu anhalten sollen, Medikamente wirtschaftlicher zu verschreiben.
Mehr ...

Finanzlage der Krankenkassen 2005 stark verschlechtert

[10.04.2006]

Die Finanzlage der Krankenkassen hat sich im zweiten Jahr nach Inkrafttreten der Gesundheitsreform deutlich verschlechtert. Die Zahlen weisen für 2005 einen Rückgang des Gewinns auf rund eine Milliarde € aus.  Mehr ...

Vorsorgeaufwendungen: Krankenkassenbeiträge höher absetzbar?

[14.02.2006]

Gute Nachricht kommt vom höchsten deutschen Steuergericht aus München: Der Bundesfinanzhof hält die betragsmäßige Beschränkung des Sonderausgabenabzugs von Krankenversicherungsbeiträgen für verfassungswidrig: Die gesetzlichen Höchstbeträge ermöglichten es dem Steuerpflichtigen nicht, in angemessenem Umfang Krankenversicherungsschutz zu erlangen.  Mehr ...

Keine Beitragserhöhung für privat Versicherte

[20.01.2006]

Für privat Versicherte werden auch 2006 die Beiträge zur Pflegeversicherung nicht angehoben – mit einer kleinen Ausnahme.  Mehr ...

Stempel im Bonusheft ist bares Geld wert

[18.01.2006]

Der Kostenvorteil durch regelmäßige Besuche beim Zahnarzt sollte nicht unterschätzt werden. Hier die wichtigsten Informationen dazu.  Mehr ...

Kliniklotse im Internet

[16.01.2006]

Im Internet finden Sie viele Informationen über die Krankenhauslandschaft in Deutschland. Wir geben Ihnen einen Überblick.  Mehr ...

Wann kommt die elektronische Gesundheitskarte?

[13.01.2006]

Eine bessere Versorgung und mehr Effizienz – das verspricht die geplante elektronische Gesundheitskarte. Die Einführung verläuft allerdings langsamer als vorgesehen.  Mehr ...

Das plant die Große Koalition: Gesundheit

[15.12.2005]

Zwar wurden die großen Entscheidungen in diesem Bereich vertagt, doch einigte man sich auf Maßnahmen, die unmittelbaren Einfluss auf die Krankenversicherung haben. » mehr ...  Mehr ...

Heimkosten müssen angemessen sein

[25.05.2005]

Ein unterhaltspflichtiger Sohn sollte für sein mehrere Jahre im Heim lebenden Eltern ungedeckte Kosten in Höhe von 80.000 € zahlen...  Mehr ...

 

 

Update : Alternative Heilbehandlung - wer zahlt dafür?

[24.04.2006] Alternative Heilmethoden werden von Ärzten und Heilpraktikern angeboten. Dementsprechend ist die Anzahl der Heilmethoden groß. Sie reichen von Bädern und kalten Güssen über Verfahren des traditionellen Medizinsystems, etwa wie der chinesischen Medizin, bis hin zu Wunderamuletten und Geistheilung. Viele dieser Methoden werden von der herrschenden Wissenschaft nicht anerkannt, weshalb die Krankenkassen und Versicherungen die Kosten nur sehr begrenzt übernehmen. Allerdings gibt es große Unterschiede zwischen privaten Krankenversicherungen und gesetzlichen Krankenkassen.

Dokumenttyp Stand Groesse Umfang Quelle
Zum Download bitte anmeldenDownload 24.04.2006 90 KByte(s) 6 Seite(n) Edition50plus Redaktion

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Ratgeber & Broschüren

Sozialdebatte

Wie tief ist die deutsche Gesellschaft gespalten?

 — 

Gibt es eine "neue Armut", gar eine "Unterschicht" aus sozial Deklassierten, schlecht Gebildeten, ohne Hoffnung auf Wiederauf- und -einstieg? Und was soll die Politik dagegen tun? Hier finden Sie Analysen, Kommentare, Reportagen und Hintergründe dazu. »

 
Der Kompromiß: Mehr Geld für ein marodes System
  Gesundheitsreform
Welcher Durchbruch?
Von Heike Göbel


04. Juli 2006 Die große Koalition ist in der Gesundheitspolitik an ihre Grenzen gestoßen. SPD und Union sind an dem Vorhaben gescheitert, die unterschiedlichen Positionen zu einem überzeugenden und langfristig tragfähigen Finanzkonzept der Krankenversicherung zusammenzufügen. Die beiden wichtigsten Ziele der Reform - die sichere Finanzierung der Gesundheitskosten einer alternden Gesellschaft und die Entlastung des Arbeitsmarktes - werden mit dem nun gefundenen Kompromiß nicht erreicht.

Insofern ist die Einschätzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, es handele sich um einen „wirklichen Durchbruch”, so übertrieben wie die Erwartung des SPD-Vorsitzenden Kurt Beck, die Entscheidung reiche „deutlich über den Tag hinaus”. Nichts reicht an diesen nächtlichen Beschlüssen im Kanzleramt über den Tag hinaus. Es geht der Regierung schlicht und ergreifend darum, sich für diese Legislaturperiode in der Gesundheitspolitik mit einer saftigen Beitragssteigerung zu Lasten der Beschäftigung Ruhe zu erkaufen.

Bei Licht besehen, hat die Koalition damit ihre Legitimation schon verloren. Denn sie war angetreten, ihre Machtfülle zu nutzen, um die großen Probleme des Landes zu lösen. Im Gesundheitssystem werden sie nun lediglich weiter verschleppt.

Vages Versprechen

Die Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen hängt nach dem Willen der Koalition auch künftig ganz überwiegend an lohnabhängigen Beiträgen, gemeinsam getragen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Auch künftig wird sich jede starke Ausgabensteigerung in höheren Arbeitskosten niederschlagen und die Beschäftigung bremsen. Auf das vage Versprechen, 2007 würden die Beitragssätze „ein letztes Mal” angehoben, wird niemand vertrauen. Denn gesetzlich einfrieren will die Koalition die regulären Kassensätze offenbar nicht. Nur dann aber könnte die Wirtschaft relativ sicher vor weiteren Kosten aus der Krankenversicherung sein. So schwebt das Damoklesschwert steigender Kassenbeiträge unverändert über den Köpfen der Unternehmer und belastet die Personalpolitik.

Die Versicherten dürfen sich ohnehin keine Hoffnung auf stabile Beiträge machen. Denn die Kassen sollen die Möglichkeit erhalten, ergänzende Zuschläge allein von den Versicherten zu verlangen, wenn die Einnahmen nicht ausreichen. Doch selbst in der Frage, ob diese Zusatzzahlungen als feste Prämie oder einkommensabhängig gestaltet werden, sind Schwarz und Rot nicht einig geworden. Nun soll beides erlaubt sein. Auf mittlere Sicht könnte sich so die Beitragslast stärker auf den Arbeitnehmer verlagern und die Unternehmen entlasten. Das käme dem Arbeitsmarkt zugute.

Ob es jedoch zu einer nennenswerten Verschiebung der Kosten kommt, läßt sich erst beurteilen, wenn die Eckpunkte konkretisiert werden. Noch ist offen, wieviel Geld über die regulären Beitragssätze und über Steuern in den geplanten Gesundheitsfonds fließt. Je höher diese Summe, desto geringer die Bedeutung etwaiger Zusatzbeiträge. Das dämpft auch die Hoffnung, über Zusatzbeiträge oder Prämien entfalte sich ein kostensenkender Wettbewerb zwischen den Kassen.

Auf der Suche nach einem Vorwand

Von 2008 an will die Koalition das Gesundheitssystem in wachsendem Maß auf Steuerfinanzierung umstellen. Diesmal mit der Begründung, die Versicherung der Kinder sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nicht allein den Beitragszahlern aufgebürdet werden könne. Darüber könnte man reden, ginge es der Regierung ernstlich um eine klare Finanzierung versicherungsfremder Leistungen. Wäre es dann aber nicht sinnvoller und transparenter, Eltern über ein höheres Kindergeld direkt zu entlasten, statt nun auch das Gesundheitssystem auf Dauer an den Steuertropf zu hängen?

Tatsächlich hat die Koalition wohl nur einen guten Vorwand für einen neuen Steuerzuschuß gesucht, mit dem sich härtere Sparmaßnahmen vermeiden lassen. So bleibt der Leistungsumfang der gesetzlichen Kassen praktisch unangetastet, wird im System ungeachtet aller Beteuerungen kaum gespart. Bezeichnenderweise gibt es auch keine Einigung darüber, wie der Steuerzuschuß von zwei bis drei Milliarden Euro jährlich aufgebracht werden soll. Im Bundeshaushalt ist wenig Luft, deswegen hatte die Regierung ja den vor zwei Jahren eingeführten Kassenzuschuß aus der Tabaksteuer gerade gekürzt.

Die Zukunftsfähigkeit wird vertagt

Die Bürger erwartet eine Reform, die ihnen abermals erhebliche zusätzliche Kosten für die Krankenversicherung auferlegt, ohne ihren Entscheidungsspielraum als Versicherte spürbar zu vergrößern. Nach wie vor verzichtet die Koalition auf die Einführung wirksamer Steuerungselemente, die für einen sparsameren Umgang mit Versicherungsleistungen sorgen könnten. Daher ist nicht damit zu rechnen, daß die Ausgaben im Zaum bleiben. Und auch künftig wird es keine kapitalgedeckte Vorsorge für die zu erwartenden höheren Gesundheitsausgaben einer alternden Bevölkerung geben.

Mancher wird sagen: Es hätte schlimmer kommen können. Das stand in der Tat zu befürchten, nachdem zuletzt Steuererhöhungen im Volumen von mehr als 20 Milliarden Euro erwogen worden waren, die Abschaffung der privaten Krankenversicherung ernsthaft im Gespräch war und die SPD mit aller Kraft für die Einheitskasse stritt. Das taucht den Kompromiß in ein milderes Licht, macht seine Qualität aber nicht besser. Die Beschlüsse bleiben weit hinter den ökonomischen Notwendigkeiten zurück. Sie sind gefährlich für die Beschäftigung.

Die Auseinandersetzung um die Zukunft des deutschen Gesundheitssystems ist nicht entschieden, sondern vertagt. Sowohl SPD als auch Union wollen in einigen Jahren stark genug sein, um ihre Ideen doch noch durchzusetzen. Die Gesundheitspolitik bleibt damit ein Risikofaktor im Kalkül von Konsumenten und Unternehmen.

Text: F.A.Z., 04.07.2006, Nr. 152 / Seite 11
Bildmaterial: picture-alliance/ dpa
 
Lesermeinungen zum Beitrag [21]
 Nein Herr Warneke 06.07.2006, 16:24
 Warum immer diese Übertreibungen? 06.07.2006, 15:17
 Die Deutschen haben diesen Irrsinn vedient! 06.07.2006, 09:32
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