Wie man dann noch zur Weltliteratur kommt, erfährt man auch noch. Und ich bin gespannt, was ich von Euch erfahre!
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Hamburg (dpa) - Gegen den überflüssigen Gebrauch englischer Wörter im Deutschen wendet sich die Aktion "Lebendiges Deutsch". Die Urheber sind der Autor Wolf Schneider, der Vorsitzende des Vereins deutsche Sprache, Walter Krämer, und der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus.
Ihre Initiative richte sich nicht gegen alle Importe aus dem Englischen, sondern "allein gegen die schiere Anglomanie, gegen das Übermaß", betonten sie in einer am Sonntag veröffentlichten Erklärung. Auf der einen Seite wollen sie an bereits vorhandene deutsche Wörter erinnern, die anstelle von hässlichen oder überflüssigen Anglizismen verwendet werden sollten, zum Beispiel "Zeitlupe" statt "Slowmotion". Andererseits rufen sie dazu auf, Vorschläge für deutsche Alternativen zu englischen Begriffen zu machen, "wenn sie überflüssig, hässlich oder nicht allgemein verständlich sind", etwa "all-inclusive", "downsizing" oder "running gag".
Die Initiatoren verweisen auf eine Studie aus dem Jahr 2003 über die Verständlichkeit von zwölf damals bekannten englischen Schlagworten für deutsche Kunden. Das Ergebnis: Nur maximal 59 Prozent und minimal 8 Prozent verstanden, was gemeint war. Der Fernsehsender Sat.1 erfuhr damals, dass zwei Drittel der Zuschauer seinen Werbespruch "Powered by Emotion" nicht verstanden. Heute wirbt der Sender mit "Sat.1 zeigt's allen".
Zum Auftakt der Aktion werden drei englische Begriffe aufgespießt. Die erste Empfehlung: Statt "Homepage" sollte "Startseite" verwendet werden. "Start" sei zwar auch ein englischer Import, "aber von der schönen Art: kurz, treffend, allgemein verständlich und noch dazu wie ein deutsches Wort in Schrift und Aussprache". Statt "Shareholder Value" wird "Aktionärsnutzen" vorgeschlagen. Und für "Countdown" wird noch ein besseres deutsches Wort gesucht. Vorschläge können per E- Mail an deutschesprache@gmx.de geschickt werden.
In den nächsten Monaten will die Aktion mit weiteren Vorschlägen aufwarten. Unterstützt wird die Initiative unter anderem von Bundestagspräsident Norbert Lammert, dem Liedermacher Reinhard Mey, dem ehemaligen BDI-Präsidenten Hans-Olaf Henkel und dem Wirtschaftsnobelpreisträger von 1994, Reinhard Selten.