geht, geht es um die Kranken- und Pflegeversicherung.
Davor noch dies:
12.12.2005 Jahresrückblick 2005 Traditionell blickt politikerscreen.de zurück auf die Ereignisse und Nachrichten des auslaufenden Jahres - diesmal in Form eines Online-Quizzes mit Fragen zu den Themen aus Politik, Wirtschaft, Kultur , Sport und Medien, die die vergangenen zwölf Monate maßgeblich geprägt haben. Blättern Sie durch das bunt gemischte Frage-Album der Monate Januar bis Dezember.
Testen Sie Ihr Wissen des Jahres 2005! Quiz spielen
>>> Kranken- und Pflegeversicherung
03.07.2006 GesundheitsCheck - Wie steht es um Ihre Reformkenntnisse? Die Koalitionspartner von CDU/CSU und SPD haben sich auf Eckpunkte zur Reform des Gesundheitssystems geeinigt. Die komplizierte Materie sorgte monatelang für Verhandlungsstoff. Kopfpauschale oder Bürgerversicherung, Gesundheitsprämie oder -pool, Fondsmodell mit oder ohne Steuerfinanzierung – viele Stellschrauben und Modelle lagen auf dem Tisch. Doch wie steht es derzeit wirklich um das Gesundheitssystem? Haben Sie den Überblick und kennen die Eckzahlen des komplizierten Systems, über das die Politiker streiten?
Testen Sie Ihr Wissen rund um die Strukturreform des Gesundheitssystems! Quiz spielen
Startseite des Portals zur Gesundheitsreform... In der Rubrik Gesundheitsreform 2006 finden Sie den vollständigen Gesetzentwurf sowie weitere ausführliche ...
Gesundheitsreform. aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie. Dieser Artikel oder Absatz stellt die Situation in Deutschland dar. Hilf mit, die Situation in anderen Ländern zu schildern. ... Als Gesundheitsreformen werden in Deutschland gesetzliche Eingriffe in die Rahmenbedingungen der Gesetzlichen Kranken ...
Endlich einmal eine gute Nachricht, die den Geldbeutel wirklich entlastet. Das neue Arzneimittelgesetz hat einen Preiskampf unter den Anbietern von Nachahmermedikamenten (Generika) entfacht. Marktführer Hexal, Tochter des schweizerischen Novartis-Konzerns, preschte am 1. Juni mit Preissenkungen von durchschnittlich 22 % für fast die Hälfte des Sortiments vor. Auch die Konkurrenten Ratiopharm und Stada ziehen noch aktuell mit Preissenkungen nach. Mehr ...
Gutachter tun sich bei Demenz-Kranken schwer mit der Einordnung in Pflegestufe I. Aus diesem Grund kommt es immer wieder vor, dass Demenz-Kranke und Alzheimer-Patienten im Frühstadium in die Pflegestufe 0 eingestuft werden. Das bedeutet: Der Pflegeantrag wird abgelehnt, obwohl Alzheimer-Patienten völlig hilflos und auf ständige Unterstützung und Begleitung durch andere Menschen angewiesen sind. Mehr ...
Wer in den Genuss einer Betriebsrente kommt, muss seit 2004 in den sauren Apfel beißen und den vollen Krankenkassenbeitrag zahlen. Mit der Folge, dass die Attraktivität dieser betrieblichen Altersversorgung erheblich leidet. Das Thema beschäftigt jetzt die Gerichte. Mehr ...
Patienten, die nach einem Arbeitsunfall einen Arzt aufsuchen, sind von der Praxisgebühr befreit. Außerdem müssen sie zu Arznei- und Heilmitteln nicht zuzahlen. Mehr ...
Ein Mann nahm unbezahlten Urlaub, um wegen der Erkrankung seiner Ehefrau den Haushalt zu führen. Der Verdienstausfall wurde ihm von der Krankenkasse erstattet. Diese Zahlung darf aber nicht zur Erhöhung seines Steuersatzes führen, so entschied ein Gericht. Mehr ...
Das Bundessozialgericht hat entschieden, dass private Renten oder Abfindungen, die in monatlichen Raten gezahlt werden, als Einkommen bei der Prüfung auf beitragsfreie Familienversicherung in der Krankenversicherung anzusehen sind. Lesen Sie, welche Konsequenzen das für Sie haben kann. Mehr ...
Ab 1.4.2006 gilt das Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz. Damit soll dem ungebremsten Anstieg der Arzneimittelausgaben entgegengewirkt werden. Das Gesetz sieht umfangreiche Regeln vor, die Ärzte dazu anhalten sollen, Medikamente wirtschaftlicher zu verschreiben. Mehr ...
Die Finanzlage der Krankenkassen hat sich im zweiten Jahr nach Inkrafttreten der Gesundheitsreform deutlich verschlechtert. Die Zahlen weisen für 2005 einen Rückgang des Gewinns auf rund eine Milliarde € aus. Mehr ...
Gute Nachricht kommt vom höchsten deutschen Steuergericht aus München: Der Bundesfinanzhof hält die betragsmäßige Beschränkung des Sonderausgabenabzugs von Krankenversicherungsbeiträgen für verfassungswidrig: Die gesetzlichen Höchstbeträge ermöglichten es dem Steuerpflichtigen nicht, in angemessenem Umfang Krankenversicherungsschutz zu erlangen. Mehr ...
Eine bessere Versorgung und mehr Effizienz – das verspricht die geplante elektronische Gesundheitskarte. Die Einführung verläuft allerdings langsamer als vorgesehen. Mehr ...
Zwar wurden die großen Entscheidungen in diesem Bereich vertagt, doch einigte man sich auf Maßnahmen, die unmittelbaren Einfluss auf die Krankenversicherung haben. » mehr ... Mehr ...
Ein unterhaltspflichtiger Sohn sollte für sein mehrere Jahre im Heim lebenden Eltern ungedeckte Kosten in Höhe von 80.000 € zahlen... Mehr ...
Update : Alternative Heilbehandlung - wer zahlt dafür?
[24.04.2006] Alternative Heilmethoden werden von Ärzten und Heilpraktikern angeboten. Dementsprechend ist die Anzahl der Heilmethoden groß. Sie reichen von Bädern und kalten Güssen über Verfahren des traditionellen Medizinsystems, etwa wie der chinesischen Medizin, bis hin zu Wunderamuletten und Geistheilung. Viele dieser Methoden werden von der herrschenden Wissenschaft nicht anerkannt, weshalb die Krankenkassen und Versicherungen die Kosten nur sehr begrenzt übernehmen. Allerdings gibt es große Unterschiede zwischen privaten Krankenversicherungen und gesetzlichen Krankenkassen.
Dokumenttyp
Stand
Groesse
Umfang
Quelle
Download
24.04.2006
90 KByte(s)
6 Seite(n)
Edition50plus Redaktion
Dieser Inhalt steht Ihnen nur zur Verfügung, wenn Sie Kunde der Akademischen Arbeitsgemeinschaft sind. Bitte loggen Sie sich hier ein, um auf das gewünschte Dokument zuzugreifen. Sie benötigen dazu Ihre Benutzerdaten oder Ihre Kundennummer. zum Seitenanfang | Druckversion
Gesundheitsreform Welcher Durchbruch? Von Heike Göbel
04. Juli 2006 Die große Koalition ist in der Gesundheitspolitik an ihre Grenzen gestoßen. SPD und Union sind an dem Vorhaben gescheitert, die unterschiedlichen Positionen zu einem überzeugenden und langfristig tragfähigen Finanzkonzept der Krankenversicherung zusammenzufügen. Die beiden wichtigsten Ziele der Reform - die sichere Finanzierung der Gesundheitskosten einer alternden Gesellschaft und die Entlastung des Arbeitsmarktes - werden mit dem nun gefundenen Kompromiß nicht erreicht.
Insofern ist die Einschätzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, es handele sich um einen „wirklichen Durchbruch”, so übertrieben wie die Erwartung des SPD-Vorsitzenden Kurt Beck, die Entscheidung reiche „deutlich über den Tag hinaus”. Nichts reicht an diesen nächtlichen Beschlüssen im Kanzleramt über den Tag hinaus. Es geht der Regierung schlicht und ergreifend darum, sich für diese Legislaturperiode in der Gesundheitspolitik mit einer saftigen Beitragssteigerung zu Lasten der Beschäftigung Ruhe zu erkaufen.
Bei Licht besehen, hat die Koalition damit ihre Legitimation schon verloren. Denn sie war angetreten, ihre Machtfülle zu nutzen, um die großen Probleme des Landes zu lösen. Im Gesundheitssystem werden sie nun lediglich weiter verschleppt.
Vages Versprechen
Die Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen hängt nach dem Willen der Koalition auch künftig ganz überwiegend an lohnabhängigen Beiträgen, gemeinsam getragen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Auch künftig wird sich jede starke Ausgabensteigerung in höheren Arbeitskosten niederschlagen und die Beschäftigung bremsen. Auf das vage Versprechen, 2007 würden die Beitragssätze „ein letztes Mal” angehoben, wird niemand vertrauen. Denn gesetzlich einfrieren will die Koalition die regulären Kassensätze offenbar nicht. Nur dann aber könnte die Wirtschaft relativ sicher vor weiteren Kosten aus der Krankenversicherung sein. So schwebt das Damoklesschwert steigender Kassenbeiträge unverändert über den Köpfen der Unternehmer und belastet die Personalpolitik.
Die Versicherten dürfen sich ohnehin keine Hoffnung auf stabile Beiträge machen. Denn die Kassen sollen die Möglichkeit erhalten, ergänzende Zuschläge allein von den Versicherten zu verlangen, wenn die Einnahmen nicht ausreichen. Doch selbst in der Frage, ob diese Zusatzzahlungen als feste Prämie oder einkommensabhängig gestaltet werden, sind Schwarz und Rot nicht einig geworden. Nun soll beides erlaubt sein. Auf mittlere Sicht könnte sich so die Beitragslast stärker auf den Arbeitnehmer verlagern und die Unternehmen entlasten. Das käme dem Arbeitsmarkt zugute.
Ob es jedoch zu einer nennenswerten Verschiebung der Kosten kommt, läßt sich erst beurteilen, wenn die Eckpunkte konkretisiert werden. Noch ist offen, wieviel Geld über die regulären Beitragssätze und über Steuern in den geplanten Gesundheitsfonds fließt. Je höher diese Summe, desto geringer die Bedeutung etwaiger Zusatzbeiträge. Das dämpft auch die Hoffnung, über Zusatzbeiträge oder Prämien entfalte sich ein kostensenkender Wettbewerb zwischen den Kassen.
Auf der Suche nach einem Vorwand
Von 2008 an will die Koalition das Gesundheitssystem in wachsendem Maß auf Steuerfinanzierung umstellen. Diesmal mit der Begründung, die Versicherung der Kinder sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nicht allein den Beitragszahlern aufgebürdet werden könne. Darüber könnte man reden, ginge es der Regierung ernstlich um eine klare Finanzierung versicherungsfremder Leistungen. Wäre es dann aber nicht sinnvoller und transparenter, Eltern über ein höheres Kindergeld direkt zu entlasten, statt nun auch das Gesundheitssystem auf Dauer an den Steuertropf zu hängen?
Tatsächlich hat die Koalition wohl nur einen guten Vorwand für einen neuen Steuerzuschuß gesucht, mit dem sich härtere Sparmaßnahmen vermeiden lassen. So bleibt der Leistungsumfang der gesetzlichen Kassen praktisch unangetastet, wird im System ungeachtet aller Beteuerungen kaum gespart. Bezeichnenderweise gibt es auch keine Einigung darüber, wie der Steuerzuschuß von zwei bis drei Milliarden Euro jährlich aufgebracht werden soll. Im Bundeshaushalt ist wenig Luft, deswegen hatte die Regierung ja den vor zwei Jahren eingeführten Kassenzuschuß aus der Tabaksteuer gerade gekürzt.
Die Zukunftsfähigkeit wird vertagt
Die Bürger erwartet eine Reform, die ihnen abermals erhebliche zusätzliche Kosten für die Krankenversicherung auferlegt, ohne ihren Entscheidungsspielraum als Versicherte spürbar zu vergrößern. Nach wie vor verzichtet die Koalition auf die Einführung wirksamer Steuerungselemente, die für einen sparsameren Umgang mit Versicherungsleistungen sorgen könnten. Daher ist nicht damit zu rechnen, daß die Ausgaben im Zaum bleiben. Und auch künftig wird es keine kapitalgedeckte Vorsorge für die zu erwartenden höheren Gesundheitsausgaben einer alternden Bevölkerung geben.
Mancher wird sagen: Es hätte schlimmer kommen können. Das stand in der Tat zu befürchten, nachdem zuletzt Steuererhöhungen im Volumen von mehr als 20 Milliarden Euro erwogen worden waren, die Abschaffung der privaten Krankenversicherung ernsthaft im Gespräch war und die SPD mit aller Kraft für die Einheitskasse stritt. Das taucht den Kompromiß in ein milderes Licht, macht seine Qualität aber nicht besser. Die Beschlüsse bleiben weit hinter den ökonomischen Notwendigkeiten zurück. Sie sind gefährlich für die Beschäftigung.
Die Auseinandersetzung um die Zukunft des deutschen Gesundheitssystems ist nicht entschieden, sondern vertagt. Sowohl SPD als auch Union wollen in einigen Jahren stark genug sein, um ihre Ideen doch noch durchzusetzen. Die Gesundheitspolitik bleibt damit ein Risikofaktor im Kalkül von Konsumenten und Unternehmen.
Text: F.A.Z., 04.07.2006, Nr. 152 / Seite 11 Bildmaterial: picture-alliance/ dpa