Pressemitteilung
Magdeburg, den 22. Oktober 2006
Stifterverband wertet erstmals den Wettbewerb „Stadt der Wissenschaft“ aus
Generalsekretär Schlüter: Initiative erzeugt positive Effekte in vielen Städten
Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft zieht erstmals eine Bilanz seines Wettbewerbs „Stadt der Wissenschaft“. Anlass ist der Europäische Kongress der Wissenschaftsstädte. Die „Stadt der Wissenschaft“ ist damit einer der thematischen Schwerpunkte des Kongresses, der vom 7. bis 9. November 2006 in Magdeburg stattfindet.
Seit drei Jahren veranstaltet der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft den Wettbewerb. In Magdeburg sind nun erstmals Vertreter der Siegerstädte ebenso zu Gast wie knapp gescheiterte Bewerber und Repräsentanten europäischer Wissenschaftsstädte. Ziel des Erfahrungsaustauschs sind Rückschlüsse für die kommenden Wettbewerbsjahre und für eine mögliche Öffnung des Wettbewerbs ins europäische Ausland. In den Augen des Generalsekretärs des Stifterverbandes liege ein besonderer Clou des Wettbewerbs gerade darin, dass es praktisch nur Gewinner gebe. „Wir haben in den beiden letzten Jahren beobachten können, dass allein schon die Teilnahme an dem Wettbewerb auch unabhängig von einem Sieg bleibende und positive Veränderungen in den Städten angestoßen hat“, sagt Dr. Andreas Schlüter im Vorfeld des Kongresses. Von den Erfahrungen könnten speziell Städte profitieren, die sich in den nächsten Jahren an dem Wettbewerb beteiligen, so Schlüter weiter.
Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft will zudem herausfinden, inwieweit die Absicht des Wettbewerbs „Stadt der Wissenschaft“ erfüllt wurde: deutsche Städte zu ermutigen, ihre Potentiale in Wissenschaft, Forschung und Technologie optimal auszuschöpfen, die Öffentlichkeit für Wissenschaft zu begeistern und fruchtbare Kontakte zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Politik zu schaffen. Denn auch die Nachhaltigkeit des Wettbewerbs ist ein wichtiger Aspekt für den Stifterverband. „Nach Abschluss der ersten beiden Jahre erhoffen wir erste Einschätzungen zu der Frage, was nach dem Wettbewerb bleibt – war es eine zeitlich begrenzte Anstrengung oder hat es die Zusammenarbeit der Partner nachhaltig verändert“, so Schlüter.
Während des Kongresses wird so unter anderem Dr. Henning Scherf, Bürgermeister a.D. der „Stadt der Wissenschaft 2005“ Bremen schildern, welcher wissenschaftliche und vor allem wirtschaftliche Nutzen sich für die Hansestadt aus dem Titel ergeben hat. Ebenfalls werden Dr. Lutz Trümper (Oberbürgermeister Landeshauptstadt Magdeburg) und Brigitte Russ-Scherer (Oberbürgermeisterin Tübingen) ihre Städte bei dem Kongress repräsentieren. Magdeburg und Tübingen waren am Titel „Stadt der Wissenschaft 2006“ knapp gescheitert. Beide Städte haben dennoch ihr wissenschaftliches Engagement fortgeführt und zeigen zum Europäischen Kongress der Wissenschaftsstädte, wie sie das wissenschaftliche Potential für eine innovative Stadtentwicklung nutzen konnten. Außerdem werden Vertreter der Siegerstadt Braunschweig präsentieren, was sich die „Stadt der Wissenschaft 2007“ vorgenommen hat.
Zudem sollen Erfahrungen aus anderen Ländern Europas in die Auswertung einbezogen werden. Unter anderem wird der Präsident des russischen Verbandes für die Entwicklung von „Städten der Wissenschaft“, Anatoli Dolgolaptev, seine Einschätzungen aus Russland einbringen. Vladimir de Semir, Wissenschaftsbürgermeister von Barcelona, wird hingegen schildern, mit welchem Ziel die spanische Metropole im Jahr 2007 ebenfalls ein „Jahr der Wissenschaft“ ausruft.
Der Europäische Kongress der Wissenschaftsstädte debattiert vom 7. bis 9. November 2006 die erfolgreichsten Strategien der innovativen Stadtentwicklung und best-practice-Beispiele aus ganz Europa. Neben Vertretern europäischer Städte kommen Hochschulrektoren und Vorstände europäischer Unternehmen zusammen, gemeinsam diskutieren sie die Rolle der Wissenschaft als Innovationsmotor für einen nachhaltigen Strukturwandel und wirtschaftliche Investitionen.
Der Höhepunkt des Europäischen Kongresses der Wissenschaftsstädte wird die „Magdeburger Erklärung“ sein, in der sich die beteiligten europäischen Städte zu „Städten der Wissenschaft“ erklären. Gemeinsam werden die beteiligten Städte in Magdeburg die nationale und europäische Politik auffordern, die Entwicklung intelligenter „Städte der Zukunft“ durch Wissenschaft verstärkt zu fördern.
Das detaillierte Programm zum Europäischen Kongress der Wissenschaftsstädte finden Sie unter www.sciencecities.eu. Dort können Sie sich ebenfalls online akkreditieren. Das Akkreditierungsformular finden Sie zudem dieser Pressemitteilung beigefügt.
Für Fragen und Interviewwünsche steht Ihnen Susann Blum im Organisationsbüro jederzeit gerne zur Verfügung.
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Informationen zum Wettbewerb “Stadt der Wissenschaft”:
www.stadt-der-wissenschaft.de
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1. European Congress of Science Cities
7th - 9th November 2006, Magdeburg, Germany
www.sciencecities.eu
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